Bürgermeisterin Runge betont hohen Stellenwert von Haus Heliand für die Stadt Oberursel
Prominenter Besuch in Haus Heliand! Oberursels Bürgermeisterin Antje Runge war Ende Januar zu Besuch, um sich einen Überblick über den Stand der Sanierungsarbeiten im Freizeitzentrum der Evangelischen Jugendwerke Hessen (EJW) für Kinder und Jugendliche zu machen. „Ich bin beeindruckt von der Entwicklung und Modernisierung des Hauses“, lautete Antje Runges Fazit nach dem knapp einstündigen Aufenthalt, zu dem neben einem ausführlichen Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen auch ein Rundgang im Haus und die Besichtigung des Außengeländes gehörte.
Für den gemeinnützigen Verein „Freunde der Evangelischen Jugendwerke Hessen (FEJ), dem Träger von Haus Heliand, begrüßten FEJ-Vorsitzender Detlev von Ramm und Piet Henningsen, Leitender Referent im EJW Hessen, die Bürgermeisterin. Im Rahmen des Termins überreichten Jutta Niesel-Heinrichs und weitere in der Stadt Oberursel kommunalpolitisch engagierte SPD-Frauen als Gastgeschenk einen Scheck über 880 Euro. Es war eine von zwei Spenden, die in der Adventszeit jeweils bei einem Basar zu Gunsten von Haus Heliand gesammelt wurden. Bereits zuvor hatte Petra Grützner vom Frauenring Oberursel bei einem Besuch im EJW-Freizeitzentrum im Stadtteil Oberstedten einen Scheck von 1000 Euro überreicht.
Im Zuge der dringend notwendigen Sanierung von sieben Mehrbett-Zimmern im Mitteltrakt von Haus Heliand hatte die Brandschutzbehörde strenge Auflagen für die Baugenehmigung erteilt. Der Einbau einer Brandmeldeanlage mit direkter Zuleitung zur Feuerwehr war die wesentliche Forderung für die Fortführung des Betriebs ohne vorübergehende Stilllegung eines Teils der Räumlichkeiten. Als weitere zeitnah zu realisierende Maßnahmen wurden u. a. der Bau zusätzliche Fluchtwege und der Einbau neuer Brandschutztüren vorgegeben.
Die Folge: Zusätzlich zur 180.000 Euro teuren Sanierung der Mehrbett-Zimmer, für die das Hessische Sozialministerium einen Zuschuss von 85.000 Euro bewilligt hat, erhöhen sich die Kosten für die Umsetzung der Brandschutz-Auflagen kurzfristig um 200.000 Euro. Dank der finanziellen Unterstützung von ehemaligen Mitarbeiter*innen und Pfadfinder-Führer*innen, Spenden von Unternehmen und Stiftungen sowie Zuschüssen von Freunden aus der Region und dem kirchlichen Bereich fehlen derzeit noch 80.000 Euro, um alle geplanten und notwendigen Sanierungs-Aktivitäten in Haus Heliand zu finanzieren.
Für die umfangreichen Baumaßnahmen wurde Haus Heliand ab Ende November 2025 komplett geschlossen. Erst ab Mitte Januar 2026 war bedingt die Nutzung von Haus und Gelände für Gruppen und deren Übernachtung wieder möglich. Bis Mitte Februar sollen die Handwerker-Arbeiten im EJW-Freizeitzentrum abgeschlossen sein. FEJ-Vorsitzender Detlev von Ramm betonte beim Besuch von Oberursels Bürgermeisterin Antje Runge: „Wir sind sehr dankbar, dass wir besonders durch Spenden von vielen Ehemaligen und guten Freunden die Situation meistern konnten. In den fairen, aber in vielen Details sehr schwierigen Verhandlungen mit den Baubehörden waren wir immer kooperativ und freuen uns daher, dass jetzt trotz immenser Probleme bei der finanziellen Realisierung der Sanierungs-Maßnahmen alles ein gutes Ende gefunden hat.“
Bürgermeisterin Antje Runge lobte das Engagement der Spender*innen: „Es spricht für die Arbeit des EJW, dass unter anderem viele Aktive aus früheren Zeiten eine vorbildliche Spendenbereitschaft gezeigt und somit bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen geholfen haben. Zugleich ist es wichtig für alle Kinder- und Jugendgruppen, dass in Haus Heliand die notwendigen Brandschutz-Standards den modernen Ansprüchen genügen. Für die Stadt Oberursel hat das EJW-Freizeitzentrum inmitten der herrlichen Natur am Waldrand im Taunus einen hohen Stellenwert. Die vielfältigen und attraktiven Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung ist für die junge Generation in der heutigen Zeit ebenso wichtig wie das gemeinsame Nachdenken über soziale Werte und gesellschaftliche Impulse für ein positives Miteinander in unserem Alltag. Dazu ist Haus Heliand ein idealer Treffpunkt.“