Procedi

Das EJW und das Schulsozialprojekt PROCEDI

Seit der Gründung im Jahr 1998 unterstützt das Evangelische Jugendwerk Hessen e.V. das Schulsozialprojekt PROCEDI im Armenviertel von Guatemala-Stadt, welches durch die Initiative eines ehemaligen Heliand-Pfadfinders entstand. PROCEDI arbeitet in einem der gefährlichsten Armenviertel der Stadt und trägt dazu bei, dass über 120 Kinder und Jugendliche in einem Entwicklungsland wie Guatemala einmal nicht auf der Straße landen, sondern durch den Erhalt eines qualifizierten Schulabschlusses einer Erwerbstätigkeit nachgehen können.

Aus dem ehemaligen Nachhilfeprojekt PROCEDI ist mit den Jahren eine gut funktionierende Grundschule für Kinder, die im Armenviertel „Lomas de Santa Faz“ in Guatemalas Hauptstadt wohnen, geworden. Das Schulsozialprojekt PROCEDI hat sich zum Ziel gesetzt, den Teufelskreis von Armut, Hunger, Kinderarbeit und einem Dasein auf der Straße zu durchbrechen. Den Bewohnern des Viertels bietet PROCEDI als Familienzentrum eine Anlaufstelle, wo Kinder die Möglichkeit haben einfach Kind zu sein und Eltern sich beraten lassen können. Durch regelmäßige Veranstaltungen der Erwachsenenbildungen werden die Eltern über Hygiene, Krankheiten und ihre Rechte aufgeklärt.

Die gewaltbereitschaft im Viertel ist sehr hoch. Umso wichtiger ist die Arbeit von PROCEDI vor Ort. Mit den Kindern von PROCEDI werden gewaltfreie Konfliktstrategien erarbeitet. Das Thema Mord ist bei allen Kindern ein Dauerbrenner, das sie sehr beschäftigt. Viele Kinder von PROCEDI sind traumatisiert, da sie mit eigenen Augen gesehen haben, wie ihre Väter, ihre Brüder, Familienmitglieder erschossen wurden. Auch aus diesem Grund brauchen die Kinder einen sicheren Ort, der PROCEDI heißt und wo sie eine gute psychologische Betreuung erhalten.

Arm bzw. arm sein ist kein Naturgesetz, sondern von Menschen verursacht. Das Gute daran ist, man kann es ändern. Das Evangelische Jugendwerk hilft PROCEDI mit seinen Spenden den Kreislauf der Armut zu durchbrechen und Zukunftsperspektiven für die dort lebenden Menschen zu schaffen. Inzwischen konnten schon über 20 Kinder, die vom EJW unterstützt worden sind ihren Schulabschluss, sprich das Abitur oder ihre Lehre erfolgreich absolvieren. 

PROCEDI wurde mit den Jahren eine zuverlässige Schule, ein Familienzentrum, ein Versorgerhaus und eine Oase für die Kinder im Viertel. Die Kinder fühlen sich dort wohl, akzeptiert und aufgehoben. Sie essen dort, erhalten eine qualifizierte Schulausbildung und können sich in den neuen sanitären Anlagen duschen. Die Eltern der Kinder werden durch Seminare und regelmäßige Treffen geschult und nehmen PROCEDI als beratende Institution war. Die Partner von PROCEDI in Deutschland, vertreten durch das Evangelische Jugendwerk Hessen e.V. und den Verein PROCEDI e.V. in Frankfurt, sorgen dafür, das durch regelmäßige Spendeneinnahmen, die Standards aufrecht erhalten werden können. Dabei kümmert sich der Verein PROCEDI e.V. vorrangig um Patenschaften, die an die Kinder in Guatemala vergeben werden und das Evangelische Jugendwerk vergibt Stipendien an Jugendliche der weiterführenden Schulen.  Eine Patenschaft kostet im Monat 32 Euro. Das Geld wird für die Schulausbildung und die Verpflegung der Patenkinder sowie das pädagogische Team verwendet. Das Evangelische Jugendwerk sammelt auf seinen Kinder- und Jugendfreizeiten, Freizeitlagern sowie auf diversen Sonderveranstaltungen Geld für Stipendiaten der Sekundarstufe, Bauvorhaben von PROCEDI wie den neu gestalteten Schulhof und Schulmaterialien. Besondere Aktionen wie zum Beispiel Ausflüge und Feste sind auf gesonderte Spenden aus Deutschland angewiesen.

Damit das hohe Niveau von PROCEDI und die gute erfolgreiche Arbeit auch weiterhin aufrecht erhalten und den über 120 Kindern eine Zukunft geboten werden kann, sind wir auf Ihre Mithilfe, auf Ihr Engagement und Ihren Einsatz für das Schulsozialprojekt PROCEDI angewiesen.

Die Kinder von PROCEDI danken Ihnen sehr dafür. 

Nähere Informationen gibt es unter www.procedi.de

Spenden gerne an:

Evangelisches Jugendwerk Hessen e.V.
Konto-Nr.: 4116666
BLZ: 520 604 10
Evangelische Bank

IBAN: DE28 5206 0410 0004 1166 66

Swift-Bic: GENODEF1EK1

Verwendungszweck: PROCEDI

 

 

Bericht eines Procedi Kindes - eine Erfolgsgeschichte

Stipendiat:               ANGELO MARQUEZ

 

 

Angelo ist inzwischen 19 Jahre alt und hat die 11.Klasse erfolgreich abgeschlossen. Er hat nun sein Abitur im Bereich Informatik absolviert. Nun würde er gerne an die Universität zum Studieren gehen.

An seiner Schule mochte er gerne die Klassengemeinschaft. Er hat sich sehr gut mit seinen Mitschülern verstanden. Und auch mit seinen Lehrern kam er sehr gut aus. Angelo hatte viel Vertrauen zu ihnen und viele wichtige Gespräche mit seinen Lehrern führen können. Sie haben ihm viel fürs Leben beigebracht, besonders auch die Nähe zu Gott.

Sein Lieblingsfach war Verwaltungsrecht, da er dies gut für sein Leben nutzen kann.

Was er nicht so gerne mochte, war Mathematik, da er es nicht so mit den Zahlen hat. Hier konnte er sich auch nicht motivieren, viel Energie für das Fach aufzuwenden.

Seine Lieblingsfarbe ist schwarz, er liest nicht gerne, aber er macht sehr gerne Sport. Am liebsten spielt er Fußball und oft spielt er auch bei Turnieren mit.

Er hat viele Freunde, aber sein bester Freund ist Gott. Ihm vertraut er, ihm erzählt er alles und Gott nimmt ihn so an, wie er ist.

In seiner Freizeit spielt er Gitarre und ist oft im Internet, im Allgemein in Facebook, unterwegs.

Mit seiner Familie versteht er sich gut und verbringt viele gute Stunden mit ihnen.

Gerade zu seiner Mutter hat er eine sehr enge Bindung und freut sich, mit ihr Zeit verbringen zu können. Sie stärkt und unterstützt ihn. Er möchte nun eine gute Arbeit finden, um seine Mutter unterstützen zu können.

Er weiß, dass PROCEDI eine sehr große Hilfe für ihn war, und nicht nur für ihn, sondern auch für die anderen Kinder und Jugendlichen. Er möchte PROCEDI weiterhin gerne unterstützen und für die Kinder da sein, die Hilfe brauchen.

Auch im Namen seiner Mutter bedankt Angelo sich ganz herzlich für die jahrelange Unterstützung und Hilfe, die er von Deutschland erhalten hat. Ohne das Stipendium hätte er es soweit in seinem Leben nicht geschafft.

DANKE!