"Wir können was bewegen ..." - der "Fridays for Future" - Lighthouse Gottesdienst am Frankfurter Berg - Angedacht Text im Oktober - Teil 1

04.10.2019 |

Da unser Thema des diesjährigen Lighthouse-Gottesdienst ,,Geschöpf und zugleich Schöpfer“ ist, werde ich euch nun erst mal etwas zu der Schöpfung Gottes erzählen.

Die Schöpfungsgeschichte-ich bin mir sicher, dass sie jeder von euch schon mindestens einmal gehört hat. Sie steht ganz am Anfang der Bibel und beschreibt, wie Gott in nur sieben Jahren die Welt erschaffen hat.

Am ersten Tag schuf er das Licht, doch da er nicht immer nur die Helligkeit wollte, schuf er daraufhin die Finsternis. Die Helligkeit nannte er Tag und die Finsternis Nacht. Am zweiten Tag schuf Gott den Himmel, während er am dritten Tag das Land machte. Er schuf Wasser, was an einem Ort gesammelt war und nannte es Meer. Stellen, an denen es trocken war, erhielten den Namen Land. Zudem schuf er noch Fruchtbäume, die auf diesem Land wuchsen. Am vierten Tag machte Gott Sonne, Mond und Sterne als Hilfe für die Menschen, damit sie sehen können, ob es Tag oder Nacht ist. Am fünften Tag schuf er Fische Vögel. Gottes Wunsch war es, dass diese sich vermehren und so immer Leben auf der Erde und im Wasser ist. Am sechsten Tag schuf Gott Tiere aller Art: Kühe, Schweine, Spinnen, Käfer, Löwen, Elefanten und alle anderen.

Am selben Tag schuf Gott auch die Menschen, also Männer und Frauen. Er wollte auch hier, dass sich die Menschen vermehren und über die Welt herrschen. Und dabei war ihm egal, wie die Menschen aussehen. Ob klein, groß, dick, dünn, helle oder dunkle Haut oder auch arme oder reiche Menschen. Er hieß sie ihr alle herzlich Willkommen. Am siebten und letzten Tag war eigentlich schon alles geschafft:

Im Meer schwammen Fische, am Himmel flogen Vögel und Menschen und Tiere waren an Land. Da Gott sehr erschöpft war, ruhte er sich aus und machte den siebten Tag zum Ruhetag, so wie der Sonntag auch noch heute bei uns der Ruhetag ist.

Gäbe es Gott nicht, der uns und unsere Umwelt geschöpft hat, wären wir also folglich nicht da.

Ich habe die Schöpfungsgeschichte mit meinen eigenen Worten zusammengefasst, doch im Original in der Bibel steht nach so gut wie jedem Tag der Satz ,,Und Gott sah, dass es gut war.“ oder ,,Er sah alles an, was er schon gemacht hatte und war zufrieden.“ Glaubt ihr, er ist im Moment immer noch zufrieden?

Im Moment ist das Klimaproblem bei uns ja sehr aktuell, ein sehr heißer Sommer liegt hinter uns. Doch ich bin mir sicher, dass Gott möchte, dass wir etwas für unsere Umwelt tun. Ich glaube, wir sollten nicht nur tatenlos dastehen und auch mal andere Menschen dazu motivieren. Merle wird später noch auf Lösungen dazu eingehen.

Wir zerstören auch nach und nach die Natur durch Umweltverschmutzung. Gott schuf Natur und Tiere extra nur, damit wir alle ein tolles, schönes Leben haben und jetzt schätzen wir dieses Glück nicht wert. Auf der Welt haben wir so schöne Landschaften: Wälder, Meere, Felder, Seen, Graslandschaften, Steppen, Wüsten, Felslandschaften und solche Dinge wie Gletscher. Doch wenn wir als Jugendliche, die die noch ein langes Leben vor sich haben wollen, nichts dagegen tun, gibt es bald eben keine Wälder, Meere, Felder, Seen, Graslandschaften, Steppen, Wüsten, Felslandschaften und solche Dinge wie Gletscher mehr.

Wir werden uns selbst ins Verderben ziehen. Nicht nur uns, sondern jedes einzelne Lebewesen auf dieser Welt. Mir selber war das nicht bewusst. Ich wusste nicht, dass unsere Lage im Moment so dramatisch ist, doch jetzt, wo ich es weiß, achte ich umso mehr darauf, dass ich dazu beitrage, dass sich etwas ändert.

Am sechsten Tag der Schöpfungsgeschichte, als Gott die Menschen schuf, sagte er, dass die Menschen über die Erde herrschen sollten. Es gab und gibt ja bekanntlich viele Kriege, vor allem auch oft über die Macht. Doch Menschen sind laut Gott ja alle gleich und sollten auch gleich viel Macht besitzen.

Heutzutage wollen viele Menschen besser, beliebter, klüger, stärker, reicher oder schöner als andere sein. Kriege schaden uns allen nur, wir werden immer gleich sein. Das wird sich nie ändern. Wir sollten alle zusammenhalten und lieber Liebe als Hass verbreiten. Also kann ich zusammenfassen: Wir sollten zusammenhalten, unsere Welt schützen, ehren und achten.

Ida Gustke, 15 Jahre – Mitarbeiterin aus dem Arbeitsbereich Frankfurt Nord/West

Der 2. Teil der Predigt folgt im Monat November.

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