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10.12.2021 |

Auf der MiGrA Fahrt bei Koblenz 2021

Um es direkt anzusprechen und nicht lange in verworrenen Metaphern herumzuklausulieren: Meine Zeit als Hauptamtliche im EJW neigt sich mit unglaublicher Geschwindigkeit dem Ende zu.

Mit gemischten Gefühlen schaue ich auf die letzten zwei Jahre im Arbeitsbereich Frankfurt Mitte zurück.

Die ersten drei Monate waren geprägt vom Kennen lernen der Mitarbeitenden, der Jungscharen und Konfi Gruppen, und dem hauptamtlichen Team, in dem ich mich sofort wohl führen konnte, doch danach kam die Pandemie. Das ist schon einer der Hauptgründe für das gemischte Gefühl meiner jetzt folgenden Rückschau.

Zwar konnte schnell ein discord aufgebaut werden und vieles fand dort statt - von gemeinsamen Koch- und Backabenden, Schachturnieren, Escape Rooms und League of Legends Formaten, aber präsentische Jugendarbeit wäre mir doch lieber gewesen. Trotz der langen Pendelwege von Gießen aus. Aber als digital native und begeisterte Zockerin, konnte ich mich schnell auf diverse digitale Veranstaltungen einlassen. Chabeuil oder ein Sommerfest wären allerdings trotzdem schön gewesen.. ich konnte kaum EJWler*innen außerhalb meines Arbeitskreises kennenlernen.

Deswegen war ich froh mit einem sehr motivierten Freizeitteam auf die Handwerkerfreizeit fahren zu können. Unter etwas widrigen Bedingungen, mit Abständen und Masken, wurde hier eine anstrengende, für die Kids aber dennoch sehr positive Ferienzeit gestaltet werden.

Im Herbst hieß es dann allerdings schon wieder umschalten aufs Digitale, wo in Mitte ein von mir lang ersehnter Traum umgesetzt wurde - ein wöchentlich stattfindender Jugendkreis. Neben Codenames und skribbl.io fanden diverse BBB statt (Britta Bibel Babbeln), wo ich also meiner großen Leidenschaft - Quatsch reden mit theologischem Hintergrundwissen nachgehen konnte. Und einige Gedankengänge bei den Jugendlichen angestoßen wurden. Auch als wir nach ca. einem halben Jahr im Digitalen uns endlich treffen konnten, fand das Programm weiterhin statt und hat sich mittlerweile zu einer festen Instanz entwickelt, was mich sehr glücklich macht.

Ebenso wie die diesjährige Berlin WG Freizeit. Diese fantastische Truppe an jungen Menschen hat mich nachhaltig begeistert und bereichert und der Austausch mit ihnen über diverse Lebensthemen macht mich immer noch, jetzt im Winter, glücklich.

Genauso ging es mir mit den letztjährigen und diesjährigen Anwärter*innen in Mitte! Endlich Nachwuchs! Und was für einer - so motiviert und engagiert, wie plötzlich die Jungscharteams wachsen konnten ein wahrer Segen. Auch segensreich war der JuLeiCa 1 Kurs in diesem Herbst: Das Team war hervorragend, man kam kaum aus dem Schwärmen heraus, und die Jugendlichen waren clever, witzig und konnten sogar nach einem Workshop Disco Fox tanzen.

Die letzte großartige Erinnerung, die ich hatte war mit einem Jugendlichen und einem Freund aus der HP, mit denen ich am Lauf der Verrückten mitmachte. Die 100km waren zwar noch in weiter Ferne, als wir abgeholt wurden, aber das Erlebnis war so eindrücklich, dass wir uns schon für nächstes Jahr angemeldet haben.

Ich werde also nicht ganz vom EJW loskommen.

Lotte habe ich schon gebeten mir Bescheid zu sagen, wenn das nächste Schachturnier startet (vielleicht heißt es in diesem Jahr ja Turmsturm), und Malle habe ich bereits auch schon gesteckt, dass ich, wenn mal Not an der Frau sein sollte, hier und da bei der HMP helfend hineinschnuppern könnte.

Ich bin dankbar für die Erfahrungen, die ich hier sammeln durfte, für viele Menschen, die mich bereichert haben und die ich bereichern und begeistern durfte, für die Möglichkeiten, die wir als Hauptamtlichen Team, oder im MiGrA umsetzen konnten. Zwar mit pandemischen Abstrichen, wie nur einer kurzen MiGrA Fahrt nach Koblenz, aber immerhin.

Leider weiß ich noch nicht, wie mein Weg weitergeht - glaubt mir, ich hätte euch gern einen Ausblick gegeben, aber bisher verabschiede ich mich nur ins Ungewisse.

Um das aber auf einer hoffnunsvollen Note enden zu lassen, gebe ich euch noch eine Zusage Gottes an die Hand:

"Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, will ich mich von euch finden lassen. Das verspreche ich." - Jeremia 29, 13 HfA

In dem Sinne - kommt alle zum Lauf der Verrückten, da können wir uns wiedersehen.

Beste Grüße und bis hoffentlich bald

Britta

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