Kurzandacht zu meinem Konfirmationsspruch - Angedacht Text für November

29.10.2017 |

Ich bin ein Mensch, der oft auf die negativen Seiten im Leben fokussiert ist. Ich bin kein Pessimist, aber ich bin sehr kritisch. Auch wenn alle von einem Vorhaben begeistert sind, bin ich oft diejenige, die lauter Einwände hat, was alles schief gehen könnte. Wenn ich die Nachrichten schaue, könnte ich manchmal fast heulen, wenn ich sehe, wie viel Schlimmes jeden Tag auf der Welt passiert. Und auch mir selbst gegenüber bin ich meist kritisch, sehe vor dem Spiegel eher die Makel als meine Stärken.

Der Konfispruch, den ich vor zwei ein halb Jahren gewählt habe, ist das genaue Gegenteil:

„Ich freue mich im Herrn und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott“ (Jesaja 61,10)

Dieser Vers ist eine Aufmunterung, er erinnert mich daran, dass egal was alles passiert, ich mich freuen kann, weil Gott bei mir ist. Ich darf darauf vertrauen, dass Gott mein Leben gut macht, es gibt nichts, vor dem ich Angst haben muss.

Eigentlich könnte mein Leben eine einzige Party sein, bei der ich fröhlich bin und mich über Gott freue, wie in diesem Vers. Natürlich ist das nicht umzusetzen, niemand kann dauerhaft gut gelaunt sein und es wird immer wieder Momente geben, in denen es mir schlecht geht. Aber auch in diesen Momenten kann ich gewiss sein, dass Gott da ist. Darüber kann ich mich freuen und noch über viel mehr:

Ich darf mich freuen, weil Du immer bei mir bist

Ich darf mich freuen, weil Du mich nie vergisst

Ich freue mich, denn Du schenkst mir Mut

Ich freue mich, denn Du machst mein Leben gut

Und darum freu‘ ich mich über mein Leben

Es ist ein Geschenk, das Du mir gegeben

Meine Seele singt, wenn sie Deine Gegenwart spürt

Und ich vertrau Dir, wohin mein Weg auch führt.

Katharina Waiblinger

PS: Katharina kommt aus Bad Vilbel und hat in diesem Jahr den EJW Ausbildungskurs absolviert. In der A-Z Gruppe Konfi-Arbeit, Jugend-Gottesdienste, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit hat sie diese sehr ansprechende Kurzandacht zu Ihrem Konfi-Spruch gehalten.     

Der Grund für diese Andachten in der Kleingruppe war, sprachfähig zu werden, über den eigenen Glauben zu sprechen.

Hans-Conrad Blendermann

 

 

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