Ich glaube, hilf meinem Unglauben. Markus 9,24 - die neue Jahreslosung

01.01.2020 |

Ich glaube – nicht nur einmal habe ich gehört: „Ich möchte ja gern glauben, aber ich kann nicht.“ Ist Glaube etwas, das der eine eben hat und die andere nicht? Wie entsteht Glaube und wie wird er gestärkt?

Hilf – die Jahreslosung formuliert keine theologische Aussage über den Glauben, sondern hier ruft ein zweifelnder Mensch um Hilfe. Mit allem, was ihn ausmacht, wendet er sich an Jesus. An Jesus zu glauben, heißt also vor allem: Mit Jesus in Beziehung zu sein und seine Hilfe nötig zu haben.

Meinem Unglauben – Zweifel kennen wir wahrscheinlich alle. Die Bibel macht uns Mut, Zweifel auszusprechen. Gott hält unsere Zweifel aus, weil er uns trotz allem festhält in seiner Nähe.

Ich wünsche Ihnen beim Lesen Momente, die Glauben wecken und stärken!

Pfarrer Cornelius Kuttler - Leiter des EJW in Württemberg

 

 

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!    (Die Bibel: Markus 9,24 L)

Es gibt Tage, da bin ich mir ganz sicher, da glaube ich voller Gewissheit,

da weiß ich: Es gibt mehr, als ich mir vorstellen kann,

wie ein fest verwurzelter Baum bin ich dann, mit einem starken Halt.

Es gibt Tage, da bin ich mir ganz und gar nicht sicher,

da ist mein Glaube durchzogen von bohrenden Fragen,

da ist mehr Zweifel als Gewissheit, mehr Frage statt Antwort,

wie ein Baum im Sturm bin ich dann und alles gerät ins Wanken.

Jesus, hilf mir;

ich glaube, hilf meinem Unglauben.

Ich will mich daran festhalten:

Du bist da, mitten im Sturm,

dennoch, trotz allem.

Ich beginne zu verstehen:

Nicht der Baum trägt die Wurzel, sondern die Wurzel den Baum.

Nicht ich trage meinen Glauben, sondern mein Glaube trägt mich.

Du bist es, in dem ich verwurzelt bin,

wer mich im Zweifel hält, bist Du und darum glaube ich nicht etwas –

ich glaube Dir.

Cornelius Kuttler

Leiter des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg

Quelle: www.jahreslosung.net

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