Flüchtlinge - Sea Watch mit Thorsten Mebus - ein EJW Themenabend, der unter die Haut ging - die Bilder

10.05.2017 |

Thorsten Mebus hat als Seelsorger die Leute begleitet, die sich bei Sea Watch in der Rettung von Menschen aus dem Mittelmeer engagieren. Das ist eine nicht immer einfache Aufgabe.

Wenn das Team einige Menschen retten konnte, aber bei vielen anderen zu spät kam. Die Chance eine Flucht über das Mittelmeer zu überleben, ist eine 50 % / 50 % Chance. Die allermeisten Flüchtlinge können nicht schwimmen und haben auch keine Rettungswesten.

Auch das immer wieder Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa kommen und es so wenig Möglichkeiten gibt, die schlechte Lebensbedingungen vor Ort in den Ländern positiv zu verändern, macht sprachlos, traurig und wütend.

Es gibt kaum Möglichkeiten diese Problematik abzustellen, außer, dass wir die Flüchtlinge, die bei uns in Deutschland ankommen, mit Respekt und Gastfreundschaft empfangen. Mit einem Gebet der Klage und der Hilflosigkeit haben wir diesen Abend beendet ...

Hans-Conrad Blendermann

---

Thorsten Mebus war 5 Jahre lang hauptamtlicher Mitarbeiter im EJW Bad Homburg. Jetzt ist er als Gemeindereferent in der Christusgemeinde Bad Vilbel beschäftigt.

In seiner Freizeit arbeitet er seit über 20 Jahren im Kriseninterventionsdienst und ist zudem Fachberater für SbE (Stressbewältigung bei belastenden Einsätzen) im Kreisverband Hochtaunus des DRK. In dieser Eigenschaft unterstützt der unter anderem die Organisation Sea-Watch (sea-watch.org).

Er wird uns an diesem Abend von seinem eigenen Einsätzen in Zusammenarbeit mit den Crews der SeaWatch II auf Malta erzählen, die im Mittelmeer vor der lyrbischen Küste zur Rettung von Flüchtlingen unterwegs sind. Im Vordergrund seines Vortrags steht nicht zuletzt seine seelsorgerliche Arbeit für ehrenamtliche Schiffsbesatzungen der Organisation, die Schreckliches vor Ort erleben. Die Diskussion über die Ausrichtung der Organisation ist sehr spannend.

« zurück