Die Rüstung Gottes - BEP / Biblisches Erlebnisprogramm auf dem Jungschar-Wochenende im September

07.11.2020 |

Angedacht Text im November.

Die jungen Mitarbeiter*innen und die Hauptamtliche Britta Meyer aus dem EJW Frankfurt hatten sich vorgenommen, mal einen ganz "neuen" Bibeltext den Jungschar Kindern in Form eines Bibeltheaters zu präsentieren.

Bei der Rüstung Gottes geht es nicht um Krieg, sondern darum wie wir die Versprechen und die Hilfe Gottes in unserem Glaubens-Alltag annehmen können. Die Waffenrüstung ist ein Gleichnis ..., wie viele andere Gleichnis -Geschichten in der Bibel, die etwas verdeutlichen wollen.

Hans-Conrad Blendermann

PS: Mitgewirkt haben Erik Hartung, Juliane Gaßmann, Martha Böhler und Britta Meyer

Anspiel zu Epheser 6

Elternteil

Kind 1 – Emma, jüngere Schwester

Kind 2 – Tom, älterer Bruder

 

Kinder kommen im Schlafanzug und mit Zahnbürste rein, werden von Elternteil wieder zurückgeschickt.

Tom wünscht sich noch eine Geschichte, Emma etwas zerknirscht, weil sie morgen in die 2. Klasse kommt. Tom stolz, dass er in die 5. Kommt.

 

(Kind liegt im Bett, hat Angst vor Schulbeginn – kennt Lehrer*innen nicht, neuer Klassenraum, neue Kinder und es soll alles viel schwieriger werden.

Bittet ein Elternteil nochmal vorzulesen, größerer Geschwisterkind ist auch dabei.)

Elternteil: Da habe ich einen ganz tollen Text aus der Bibel! Der wurde geschrieben, um den allerersten Christen ganz viel Mut zu machen! Die hatten nämlich noch nicht so viel Ahnung vom Glauben und allem Drum und Dran. Und neben ihnen haben Nachbarn gewohnt, die fanden es ganz blöd, dass sie an Jesus geglaubt haben. Also hat ihnen Paulus einen Motivationstext geschrieben.

Kind: Wer war denn Paulus nun wieder?

Elternteil: Paulus war ein Gelehrter, der ihnen die Bibel oft erklärt hatte, aber jetzt umgezogen ist. Aber der Text ist auch ein bisschen schwierig, aber wir können ja zusammen überlegen, was er bedeutet.

Emma: Und wie hat er die Leute motiviert?

Kind 2: Ja! Was hatte er denn für tolle Tipps, wenn man Angst hat?

Elternteil: Es geht um eine Rüstung, die man sich anziehen soll. Wir können das ja mit unserer Rüstung vom letzten Fasching nachspielen: Paulus hat also als Tipp geschrieben:

Jüngeres Kind zieht älteres Geschwisterkind währenddessen an.

Elternteil: „Bleibt standhaft!

Kind: Wow! Das ist ja ein toller Tipp.

Elternteil *rollt die Augen*: Die Gerechtigkeit ist euer Brustpanzer und die Wahrheit ist euer Gürtel.

Kinder ziehen Brustpanzer und Gürtel an.

Kind: Sicher, dass ich in der Schule immer die Wahrheit sagen soll?

Kind 2: Oh ja! Mach das auf jeden Fall. Ich habe mal versucht wegen der Hausaufgaben zu schwindeln und habe danach nur noch mehr Ärger bekommen.

Kind: Moritz hat neulich auch gelogen, als er seinen Eltern erzählt hat, seine Schwester hätte den Blumentopf kaputt geschossen. Und dann hat er noch mehr Ärger bekommen, weil er gelogen hat und es selbst nicht zugegeben hat.

Kind 2: Und was war das mit der Gerechtigkeit?

Elternteil: Wenn man für Gerechtigkeit einsteht, dann schützt das das eigene Herz. Wie ein Brustpanzer. Weil man danach kein schlechtes Gewissen haben muss.

Kind: Aber wie ist man denn gerecht?

Kind 2: Einspringen, wenn jemand angemeckert wird, für das man gar nichts konnte.

Kind: Und beim Fußball fair spielen?

Kind 2: Ja, sowas auch.

Elternteil: Weil dann ist dein Herz geschützt und du musst keine Angst haben, dass jemand dich anmeckert, weil du jemanden verletzt hast. Aber weiter im Text:

„Macht euch bereit, die rettende Botschaft zu verkünden, dass Gott Frieden mit uns geschlossen hat.“

Kind 2: Und wo ist hier jetzt die Rüstung?

Elternteil: Lass mich doch weiterreden: „Verteidigt euch mit dem Schild des Glaubens, an dem die Brandpfeile des Bösen wirkungslos abprallen.“ *Schild in die Hand geben*

Kind: Captain America (Plakat im Hintergrund aufgehangen, jetzt draufzeigen) hat doch auch so ein Schild, wo er gegen die Bösen kämpft.

Kind 2: Ja, genau! Aber das ist ja aus Vibranium und Adamantium.

Kind: Häh, was ist das?

Kind 2: Naja, das Schild geht halt nie kaputt.

Kind: Ach so.

Kind 2: Aber aus was ist denn ein Schild des Glaubens?


Elternteil: Puh. Wie der aussieht weiß ich nicht. Aber ich glaube der Schild des Glaubens ist dazu da, dass wenn alles auf uns einprasselt: Schlechte Noten, Streit mit Freunden und man ganz traurig ist *Kind schützt sich hinter dem Schild* Dass wir dreimal tief durchatmen, und ein Gebet sprechen.

Kind 2: Stimmt! Wenn ich bete, dann bin ich danach meistens viel ruhiger.

Kind: Aber jetzt ist der Kopf ja noch gar nicht geschützt!

Elternteil: Das kommt jetzt: „Die Gewissheit, dass euch Jesus Christus gerettet hat, ist euer Helm, der euch schützt.“

Kind: *zu Kind 2* Verstehst du das?


Kind 2: *kopfschüttelnd* Ne, keine Spur.

Elternteil: Zieh doch erstmal den Helm auf *zieht Helm auf*. Und was ist jetzt geschützt?
beide: Der Kopf.

Elternteil: Und was ist in dem Kopf?

Beide: Das Gehirn.

Elternteil: Und was macht das Gehirn?

Kind 2: Naja, mit dem Gehirn denke ich eben.

Kind: Aber kann Jesus denn meine Gedanken retten? Und vor was überhaupt?

Kind 2: Vielleicht vor dem, was du vorhergesagt hast: Dass du Angst hast, dass dich niemand mehr mag in der Schule. Und sie fast vergessen haben, wer du bist, weil wir jetzt so lange zu Hause waren?

Kind: Ach so! Du meinst, wegen dem was wir in der Jungschar immer haben? Dass Jesus uns so mag, wie wir sind?

Elternteil: So habe ich das auch verstanden. Und dann kann man schon viel weniger Angst haben mit dem Helm, dass man so sein darf, wie man ist. Und trotzdem gemocht wird.

Kind: Und so ein Helm ist wirklich gut. Die bei Paw Patrol haben auch alle einen auf.

Kind 2: Aber gehört zu einer Rüstung nicht auch irgendwie eine Waffe? So ein Laserstrahl wie bei Iron Man!

Kind: Oder ein Zauberstab, wie bei Prinzessin Lillifee!

Kind 2: Oder der Pfannenwender von SpongeBob.

Elternteil: Und deswegen steht in dem Text auch noch „Und nehmt das Wort Gottes. Es ist das Schwert, das euch sein Geist gibt.“

Beide: *nehmen Bibeln und machen lachend Schwertkampf damit*

Elternteil: Dreht mal nicht so auf, ihr sollt doch gleich ins Bett. Und was meint ihr, wie das eigentlich (!) hier gemeint war?

Kind: Weißt du es?

Kind 2: Ich glaube, dass das mehr, wie eine Hilfestellung sein soll, wenn man sich mal verteidigen muss. Es geht ja immer noch um eine Rüstung. Und wenn man angegriffen wird, zum Beispiel mit Beleidigungen, dann kann ich überlegen, ob es da eine Geschichte dazu hier in der Bibel gibt. Und wie die Leute das da gelöst haben.

Kind: Ach so. Also nehme ich mir die Bibel als Vorbild?

Kind 2: Denke schon.

Elternteil: Und jetzt seid ihr so gut gerüstet mit dem Gürtel der Wahrheit, dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, dem Helm der Gewissheit, dass ihr so sein dürft, wie ihr seid, dem Schild des Glaubens, hinter dem ihr euch zum ruhig werden und betend zurück ziehen könnt, wenn alles zu viel wird, und könnt euch mit dem Schwert des Wortes Gottes mit Beispielgeschichten verteidigen.

*ziehen alles wieder aus, kriechen ins Bett*, dabei: Ich glaube die Leute, denen der Brief geschrieben worden ist, fanden den auch ganz toll.

Kind: Ja, ich glaube so ein zwei Sachen helfen mir auch morgen.

Elternteil: Na, das freut mich doch und jetzt gute Nacht *Licht aus – Ende*

Mitgewirkt haben Erik Hartung, Juliane Gaßmann, Martha Böhler und Britta Meyer

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