Der besondere Kreuzweg / Pilgerweg durch Frankfurt

05.04.2018 |

Text von Corinna Stier aus der Wichern Gemeinde in Frankfurt - Praunheim    -

An einem verregneten Tag trafen sich 13 Optimisten zu einem 3-stündigen Spaziergang mit christlichen Impulsen durch Frankfurt. Von über 20 Angemeldeten waren leider einige kurzfristig krank geworden oder nicht so wetterfest.

Die Mutigen wurden belohnt, denn pünktlich um 18:00 Uhr hörte der Regen auf. Dreimal war ich bereits beim besonderen Kreuzweg des EJW durch Frankfurt dabei, jedes Mal entdecke ich neue Seiten von Frankfurt, die auf den ersten Blick verborgen bleiben: In der Nähe der Eissporthalle fanden wir die Jakobsmuschel als Symbol für den Pilgerweg und liefen weiter durch den Ostpark (Notunterkunft für Obdachlose) bis zur EZB (Fairtrade Handel). Von der Großmarkthalle gingen wir schweigend (Gedenkstätte Deportation der Juden) weiter, bis wir am Main dann in einen lebendigen Austausch über unseren bisherigen Lebensweg traten. Besonders hat mir dieses Jahr gefallen, dass wir ein großes Altersspektrum in der Gruppe hatten, das die Gespräche bereichert hat.  Mit der Frankfurter Skyline bei Nacht im Hintergrund hielten wir noch auf der Alten Brücke (Brickegickel), bevor wir zum Dom kamen und dort in kleinen Gruppen über Wünsche für den weiteren Lebensweg ins Gespräch kamen. Die letzte Station war in der Liebfrauenkirche an der Hauptwache, wo wir uns aufwärmten und gemeinsam singen konnten, bevor wir mit einem guten Gefühl und vielen neuen Impulsen und Eindrücken zurück in den Alltag gingen.

Corinna Stier, Mitarbeiterin in der Wichern Gemeinde und Grundschullehrerin

Dieser Spruch vom Kirchenpräsidenten begleitete uns durch den Abend:

„Wer pilgert, macht sich besonders bewusst, dass man als Mensch immer auf einem Lebensweg unterwegs ist. Einen Pilgerweg bewusst zu gehen, regt an, neu über das eigene Leben und über Gott nachzudenken. Welche Wege bin ich bereits gegangen? Wo wird mich mein Weg hinführen? Was gibt mir Kraft für den Weg, den ich gerade gehe und für die nächste Etappe?“                                                                   

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, EKHN Darmstadt

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