Darum gehet hin ... und die Öffentlichkeitsarbeit des EJW

02.05.2017 |

Das EJW Hessen hat sich eine neue Struktur gegeben und damit eine AG Öffentlichkeitsarbeit beauftragt. Der Auftrag zur Öffentlichkeitsarbeit ist für uns Christen und damit auch für das EJW schon um einiges älter:

Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28, 18-20.

Christlicher Glaube findet nicht im Verborgenen statt. Nur für sich selbst zu glauben, reicht aus meiner Sicht nicht aus. Christus fordert uns auf, aktiv zu werden, von unserem Glauben zu reden, sogar anderen ein Lehrer zu sein. Die daraus erwachsene Mission hat in der Geschichte manchen Fehler gemacht. Mit Schwert und Bestechung wurden Menschen zum Glauben gezwungen. Also besser keine Mission betreiben? Doch!  Aber in der Form die heute auch an anderer Stelle genutzt wird – „Ich Botschaften“ benutzen, von meinem Glauben erzählen, andere nicht belehren, betonen was für mich und mein Lebern wichtig ist. Andere Ansichten sollte man natürlich zulassen, aber meine eigene Position, mein Glauben an Gott und seine Gnade sollten nicht ungesagt bleiben. Neben dem Sagen ist es natürlich vor allem mein Handeln, das damit im Einklang stehen soll.

Warum machen wir das? Nicht weil wir damit ein Stück vom Himmel erarbeiten müssen, sondern weil uns hoffentlich das Herz übergeht und wir einfach erzählen müssen. Wie Luther festgehalten hat, sind wir bereits gerechtfertigt. Wenn uns der Glaube wirklich begeistert, erzählen wir davon, wie von allem anderen was uns begeistert. Wenn sprechen wir an? In einem zunehmend atheistischen Land sicher viele, die nichts von Gott wissen. Auch das Gespräch mit Menschen anderer Konfessionen, anderer Glaubensausrichtungen kann geführt werden, nicht um den anderen umzudrehen, sondern um Gottes Geist so wirken zu lassen, wie Gott es für richtig hält.

Ein guter Freund sagt, dass wir Christen die befreiende und gute Botschaft unseres Gottes vermutlich auch nach 2000 Jahren nicht in aller Tiefe verstanden haben. Bemerkenswert ist es, wenn Iraner in Berlin, die in einer sehr strengen Form des Islam aufgewachsen sind, sich taufen lassen und von der Befreiung berichten, die sie im christlichen Glauben gefunden haben. Sicher gibt es auch Menschen, die den umgekehrten Weg gehen. Aber für mich, der in aller Unvollkommenheit den Glauben an Gott als befreiende Sache versteht, sind diese Berichte, dieses Reden von Gott eine Motivation weiter an diesem Gott der Güte und Freiheit dran zu bleiben.

Ich wünsche, dass die AG Öffentlichkeitsarbeit manche gute Idee dafür hat, wie das EJW noch besser in den verschiedenen Öffentlichkeiten  (EJW, Teilnehmer, Eltern, Gemeinde, Kirche, Medien etc.) dargestellt werden kann.

Das Reden von der Guten Nachricht, soll dabei einen wichtigen Platz haben. Aber nicht nur in der AG, sondern bei allen die im und mit dem EJW unterwegs sind.

Thomas Hartung

Ehrenamtlicher im EJW – Mitglied in der Heliand Bruderschaft und in der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising der EJW Leitung

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