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Jugend steht gemeinhin für Aufbruch und Umbruch, für Veränderung und Schnellebigkeit. So ist es schon etwas Besonderes, wenn ein Jugendwerk 111 Jahre alt wird – oder sollte man besser sagen, jung geblieben ist! Unzählige Menschen sind durch dieses Jugendwerk gegangen, in Kreisen und auf Freizeiten, haben es als Engagierte mitgestaltet und weitergebracht, fanden Orientierung und Perspektiven für ihr Leben, wurden im christlichen Glauben beheimatet. Grund zum Danken, dem guten Gott, dessen Treue die Menschen in allen Zeiten begleitet hat: Ja, wir sind bei Gott in guten Händen, auch mit allen Verletzungen und Verfehlungen, die es in diesen 111 Jahren gegeben hat.
Das Besondere spiegelt sich nicht nur im Alter sondern auch in der Struktur wieder. Das EJW ist ein freies Werk mit eigenen demokratischen Entscheidungsstrukturen und arbeitet doch eng mit der Evangelischen Kirche zusammen. Alle Gruppen und Kreise finden in Räumen der Kirchengemeinden statt, viele derzeitige und ehemalige Ehrenamtliche arbeiten in Kirchenvorständen mit, nicht wenige sind Pfarrerin oder Pfarrer geworden. Die Ev. Kirche ihrerseits finanziert einen Großteil der Personalkosten. Das EJW bietet eine besondere Vielfalt: unter einem Dach treffen sich Kinder- und Jugendgruppen, Pfadfinderinnen und Pfadfinder, Schülerinnen und Schüler, werden Freizeiten, Bildungsveranstaltungen, Einkehrtage, Events, diakonische Projekte und Aktionen durchgeführt. Die Heliand Bruderschaft, eine Glaubens- und Tatgemeinschaft von Menschen mit lebenslanger Bindung, die aus dem EJW stammen, unterstreicht diese Besonderheit. |
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